Upcycling die Dritte

Zum dritten Mal dürfen Anekdoten aus dem Familienleben der deutsch-italienischen Familie Weiler, bestehend aus Papa, Mama & mittlerweile zwei Heranwachsenden, zur 17 jährigen Tochter Carla gesellt sich nun auch, der natürlichen Lebensuhr des Menschen sei Dank, der jüngere Sohn Nick altersmäßig ins Reich der Pubertiere, die Leserschaft amusieren.
Der Journalist und Autor Jan Weiler, dessen angeheiratete, italienische Mischpoke ihm die Vorlage für den humorigen Buch- und Kinoerfolg „Maria ihm schmeckt’s nicht!“ geliefert hat, um dann seinen schriftstellerischen Fokus auf die eigens produzierten Nachkommen zu richten, ist wieder da!
Nachdem sich die häuslichen Begebenheiten der nächste Generation in Kolumnen der „Welt am Sonntag“ erfolgreich zu Markte tragen ließen, war es nur logisch sie einem Upcycling zu unterziehen. So wurden die Pubertiere des Hauses zu Titel- und Inhaltspendenden Protagonisten seiner Kurzerzählungen.
Da alle guten Dinge drei sind, gibt es nach “Das Pubertier”(2014) und “Im Reich der Pubertiere” (2016)  jetzt “Und ewig schläft das Pubertier”.
Um die Klimaveränderungen im eigenen Haushalt zu beschreiben, die mit der einsetzenden Pubertät einhergehen, bemüht Weiler die Labor Metapher. Es gibt das Versuchslabor Eigenheim mit ihm selbst als allseits zu Späßen aufgelegten Versuchsleiter und natürlich die zu untersuchenden Labormäuse, Tochter und Sohn Weiler. Aus dieser naturwissenschaftlich anmutenden Versuchsanordnung lässt er seine Pointen purzeln, da geht es um Taschengeldverhandlungen, Kühlschrankinhalte, Verkehrserziehung.
Alles Diskussionsstoffe, die Leidensgenossen sicherlich hinreichend bekannt sind, und dazu führen, dass aus purer Solidarität auch der dritte Band der Reihe ein Verkaufschlager bei den Ü40 wird. Die Kinderbuch kurzen Kapitel können auch von den, ob ihrer adoleszenten Mitbewohner, noch so gestressten Versuchsleitern gelesen werden. Und wenn die elterliche Konzentration, aufgrund der in Gehör vernichtender Lautstärke abgespielten Musikerziehungsversuche des Nachwuchses, selbst das nicht mehr leisten kann: Es gibt Bilder; quietschbunte Illustrationen von Till Hafenbrak.

Jan Weiler: Und ewig schläft das Pubertier. Piper Verlag. ISBN 978-3492057721
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